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Symantec warnt vor 13 Trojanern im Android-Market – Fehlalarm?

Das Sicherheitsunternehmen Symantec hat in 13 Android-Anwendungen Trojaner gefunden. Im offiziellen Android-Market soll die Schadsoftware von Smartphone-Nutzern mit Googles Betriebssystem Android heruntergeladen werden können. Betroffen sind kostenlose Spiele, die zwischen ein bis fünf Millionen mal heruntergeladen wurden.

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Symantec-Mitarbeiter Irfan Asrar berichtete, dass einer der Trojaner der bekannte „Counterclank“ (Ableger vom Android.Tonclank Trojaner) wäre. Dieser Botnet-Trojaner kann über das Netz Befehle erhalten und ausführen. Integriert ist der Schadcode in dem Paket „apperhand“.

Es ist in der Lage MAC, IMEI (Seriennummer des Smartphones) und IMSI (Teilnehmerkennung) auszulesen. Auch neue Lesezeichen sollen angelegt werden. Nutzer berichteten auch von automatisch gespeicherten Standardsuchmaschienn und Browser-Startseiten. Vom Ausmaß her schätzt Symantec aufgrund der hohen Downloadzahlen die Verbreitung von Counterclank als sehr hoch ein. Infizierte Apps, die teilweise mehrere Monate im Market waren, stammen allesamt von den Publishern iApps7 Inc, Ogre Games und Redmicapps.

Lookout gibt Entwarnung

Entgegen Symantecs Äußerungen stuft Lookout den Schadcode von „Apperhand“ ein. Statt um einen Trojaner soll es sich um ein aggressives Werbenetzwerk handeln. So sollen die Anwendungen lediglich in der Lage sein Icons auf dem Android-Startbildschirm ablegen können oder Nutzern Werbung anzeigen.

Aus Sicht von Lookout sind die Programme nicht als Schadsoftware einzustufen. Hierfür müsste ein Identitätsdiebstahl vorliegen durch den ein finanzieller Schaden möglich ist. Einfache Adware sei hierfür nicht ausreichend, so das Sicherheitsunternehmen.

Anstieg von Schadsoftware im Android-Market

In der Kritik steht auch Google. Anwendungen sollen bevor sie öffentlich für alle Nutzer zum Download stehen, nicht ausreichend geprüft werden. Im vorliegenden Fall hat Google allerdings bereits reagiert und einen Teil der 13 Trojaner aus dem Android-Market nachträglich entfernt.

McAfee hatte bereits letztes Jahr davor gewarnt, dass Android-Schadsoftware im 3. Quartal 2011 um 37 Prozent zunehmen würden. Noch extremer sah auch Juniper Networks den Anstieg: 110 Prozent mehr Schädlinge sollten im Android-Market sein.

Mitschuld am Sicherheitsproblem sind auch in gewissen Maße die Anwender. Diese geben Anwendungen bei Installationen Rechte und kontrollieren meist nur flüchtig, welche Rechte überhaupt vergeben werden.

Durch die weite Verbreitung von Android wird das Betriebssystem zunehmend für Cyberkriminelle interessant. Laut Andy Rubin (Chefentwickler) sollen je Tag etwa 700.000 Geräte aktiviert werden. Eingeschlossen sind hier Tablets.

Betroffene Anwendungen mit Trojaner

Die von Symantec als eingestuften Trojaner lassen sich bei Geräten daran erkennen, dass der Dienst „apperhand“ läuft. Anwender, die mistrauisch sind, sollten prüfen, ob eines der folgenden Spiele installiert ist und über „Einstellungen->Anwendungen->Anwendungen verwalten->Anwendung auswählen->Deinstallieren“ wieder deinstallieren:

  • Counter Elite Force
  • Counter Strike Ground Force
  • CounterStrike Hit Enemy
  • Hit Counter Terrorist
  • Heart Live Wallpaper
  • Stripper Touch Girl
  • Ballon Game
  • Deal & Be Millionaire
  • Wild Man
  • Pretty Woman Lingerie Puzzle
  • Sexy Girls Photo Game
  • Sexy Girls Puzzle
  • Sexy Woman Puzzle
Symantec Counterclank

Symantec warnt vor Counterclank (via symantec.com)

Quelle: http://www.symantec.com/connect/fr/blogs/androidcounterclank-found-official-android-market

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Über Markus

Markus ist unser PC-Schrauber. Seinen ersten PC hat er 2002 komplett selbst zusammengestellt. Er ist unser Spezialist, wenn es um Hardware & Software geht. Sein Hobby ist die Fotografie.

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