Breaking News
Du bist hier: Startseite » Internet » Neue Google-Bildersuche in der Kritik

Neue Google-Bildersuche in der Kritik

Neue Google-Bildersuche

Neue Google-Bildersuche stößt auf Kritik

Benutzerfreundlich soll sie sein: Die neue Bildersuche von Google ist für die Nutzer der meistgenutzten Suchmaschine eine Bereicherung. Seitenbetreiber und Fotografen üben dagegen heftige Kritik an der neuen Bildersuche. Google bediene sich an den Bildern ohne den Urheber an den Erlösen zu beteiligen, so die Kritiker.

Drucken

Bislang ist die neue Bildersuche nur auf Google.com verfügbar. Es soll aber der Rollout für Google.de folgen. Klicken Nutzer auf ein Vorschaubild, so wird in den Suchergebnissen das Bild im Großformat angezeigt. Dabei lädt Google das Bild direkt von der Webseite auf der sich das Bild befindet. Nutzer müssen folglich die Webseite auf der das Bild liegt nicht mehr besuchen. Die Unterschiede zur neuen Bildersuche zeigt folgendes Video:

Neue Bildersuche bietet viele Vorteile für Nutzer

Laut Google sei die neue Bildersuche schneller, zuverlässiger und vom Design her ansprechender. Zahlreiche Informationen (wie z.B. Metadaten) werden bereits in der Google-Suche und direkt beim Bild angezeigt. Geladen werden die Bilder natürlich weiterhin von der Original-Seite. Außerdem kann der Nutzer mit den Pfeiltasten der Tastatur zwischen Bildern hin und her schalten.

Bislang werden Webseiten beim Betrachten der Bilder in einem iFrame geladen, wenn das Foto in der Detailansicht angeschaut wird. Genau vorgestellt hat Google die Bildersuche im Webmaster Central Blog.

Übrigens hat die Konkurrenz-Suchmaschine Bing aus dem Hause Microsoft ihre Bildersuche erst Mitte Dezember angepasst. Auch dort werden seitdem die Bilder in der Mitte des Bildschirms in voller Größe angezeigt.

Google sieht Vorteile für Webmaster

Die CTR (Click-Trough-Rate) auf die Zielseite soll laut Google Product Manager Hongyi Li erhöht sein. Das liegt nach seinen Angaben der Erhöhung auf vier Klickmöglichkeiten (früher zwei). Außerdem sind iFrames nicht mehr zeitgemäß und verfälschen die Genauigkeit der Seitenzugriffe. Mit der neuen Bildersuche soll die Serverauslastung der Originalseite geschont werden. Die Frage ist: zu welchem Preis?

Webmaster gegen neue Bildersuche: “Verteidige dein Bild!”

Gegen Googles neue Bildersuche

Gegen Googles neue Bildersuche (Bild: Bildersuche.org)

Künstler und Suchmaschinenoptimierer Martin Mißfeldt ruft mit seiner Aktion “Verteidige dein Bild!” gegen die neue Bildersuche auf. Google dürfe eigene Dienste nicht einfach ändern ohne die Nutzungsrechte von Urhebern zu beachten. Außerdem erhalten viele Künstler Besucher über die aktuell existierende Bildersuche, weil diese zum Betrachten des Fotos auf das Thumbnail (Vorschaubild) klicken und die Webseite besuchen müssen.

Google bricht laut Mißfeldt einen ungeschriebenen Deal mit den Kreativen. Während letztere ihre Bilder der Suchmaschine zur Verfügung stellten, um diese zu verbessern, erhielten sie von Google interessierte Besucher und entsprechend Einnahmen. Mit der neuen Bildersuche erzielt Google selbst die Einnahmen. Denn: Warum sollen Nutzer die Originalquelle anklicken, wenn sie bereits auf Google in voller Größe angezeigt werden?

Google-Bot sperren?

Theoretisch kann jeder Besucher mit der Datei robots.txt dem Google-Crawler verbieten Bilder zu indexieren. Während bei einem Nachrichtenmagazinen wie Nerdzine ein verschwindend kleiner Anteil von Besuchern über die Bildersuche kommt, ist dies bei Webseiten von Fotografen und Künstlern anders. Der Anreiz von letzteren Webseiten ihre Bilder bei der Google-Suche angezeigt zu lassen, ist entsprechend groß. So werden die Online-Galerien von Martin Mißfeldt pro Tag zwischen 3.000 und 4.000 mal angeklickt. Ein großer Teil der Besucher stammt von der Google-Bildersuche. In seinen Galerien zeigt der Künstler verschiedene Werbebanner (Google-Adsense) und generiert dadurch Werbeeinnahmen. Seine Vermutung: Das wird bald vorbei sein.

Fakt ist: Es wird sich bald zeigen, ob Google mit den Behauptungen, dass die neue Bildersuche Webmastern dank der vierfachen Verlinkung mehr Besucher bringt, richtig liegt oder die Besucherzahlen aus der Bildersuche gegen Null gehen.

Weiterführende Informationen:

Ihr wollt immer Up-to-Date sein? Dann klickt auf unserer Facebook-Seite auf "Gefällt mir", folgt uns auf Twitter oder kreist uns auf Google+ ein. Außerdem gibt es den RSS-Feed.

Über KonstantinM

Konstantin lebt in Lehrte und ist Gründer des Magazins Nerdzine. Er schreibt als Mac-, PC- und Android-Nutzer über aktuelle Technik-Trends. Seit 2007 ist Konstantin als Blogger im Web unterwegs. Neben Nerdzine betreibt er zahlreiche weitere Websites. Google+ | Twitter

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Required fields are marked *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Scroll To Top