Auf Kaution frei – es besteht laut Gericht bei Kim Schmitz keine Fluchtgefahr mehr. Der Gründer des Filehosters Megaupload ist nach der U-Haft wieder auf freiem Fuß. Ihm wird Internet-Piraterie vorgeworfen.
Seit der Megaupload-Sperrung und Verhaftung von Beteiligten ist Kim Schmitz einen Monat später wieder freigelassen worden. Eine Fluchtgefahr bestehe laut der Richters Nevin Dawso in Auckland nicht mehr. Das gesamte Vermögen des Millionärs sei beschlagnahmt worden. Bedenken, Kim Schmitz könnte fliehen, hat der Richter nicht mehr. Seine Familie lebt in Neuseeland. Das sollte das Interesse von Kim Schmitz aufrecht erhalten in Neuseeland zu bleiben.
Auch andere Megaupload-Verantwortliche wurden bereits in der Vergangenheit auf Kaution frei gelassen. Auch Ihnen wird Internet-Piraterie vorgeworfen. Sie alle haben dazu beigetragen, dass über das Online-Portal urheberrechtlich geschütztes Material verbreitet wurde.
US-Behörden fordern Auslieferung
Die USA fordern dagegen wegen Urheberrechtsverletzungen und Betrug eine Auslieferung. Für die US-Justiz ist die Entscheidung des Richters ein Rückschlag. Am 20. August soll eine Anhörung stattfinden bei der es um Anträge zur Auslieferung geht. Sollte Kim Schmitz wirklich ausgeliefert werden, droht ihm eine eine Haftstrafe von maximal 20 Jahren.
Auflagen: Internet-Verbot und „Hausarrest“
Die Auflagen für den 38-jährigen Schmitz seien, dass er auf seinem Anwesen nördlich von Auckland bleiben muss und nicht in’s Internet darf. Einzige Ausnahme wäre ein medizinischer Notfall. Ausgeschlossen ist auch die Nutzung seines Hubschraubers. Laut seinem Anwalt Paul Davison soll Schmitz weiterhin gegen Vorwürfe aus den Vereinigten Staaten sein und darum kämpfen.
Kim Schmitz (eigenen Namen auf „Kim Dotcom“ geändert) freute sich nach der Freilassung insbesondere auf seine schwangere Frau und drei kleine Kinder.
Allein im Jahr 2010 soll Kim Schmitz über das Internet 42 Millionen Dollar (entspricht etwa 32 Millionen Euro) eingenommen zu haben. Bereits seit 2005 ermöglichte es Megaupload Dateien im Internet zu speichern und anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Oft wurde dies ausgenutzt, um illegal Musik, Filme oder Software zu verbreiten. Nach den Verhaftungen hatten andere Filehoster ihren Dienst geschlossen oder eingeschränkt.


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