Seit gestern gibt es von Microsoft für das Betriebssystem Windows Vista keinen kostenlosen Support mehr. Dem Mainstream Support des vor fünf Jahren erschienenen Vista folgt der Extended Support, der ebenfalls fünf Jahre andauern wird.
Gratis bleiben von Microsoft eingespielte als kritisch eingestufte Updates auch während der Extended-Phase. Für Fehlerbehebungen oder Erweiterungen vom nicht so erfolgreichen Betriebssystem müssen Anwender extra zahlen. Hierbei setzt Microsoft Service Pack 2 voraus. Installationen mit älteren Windows-Updates erhalten keine Unterstützung mehr.
In ursprünglichen Planungen wollte Microsoft den Extended Support lediglich für Vista Business und Enterprise anbieten. Von dem ist man nun abgewichen und bietet den erweiterten Support auch für weitere Versionen von Starter bis Ultimate.
Vista-Support endet April 2017 komplett
Für Vista endet der Extended Support am 11. April 2017. Bereits am 8. April 2014 endet der Extended Support von Windows XP – damit wird XP 3 Jahre länger als Vista unterstützt. Spätestens dann sollten alle Anwender vom einst so erfolgreichen Windows-Betriebssystem, welches in 2001 veröffentlicht wurde, wechseln. Windows 7 Nutzer kommen noch bis 14. Januar 2020 in den Genuss vom Extended Support. Der Mainstream Support für Windows 7 endet bereits 13. Januar 2015. Mit dem Support-Ende bei Vista endete gestern auch der Mainstream-Support für Office 2007.
Microsoft beendet den Support für ältere Betriebssystemversionen sicherlich auch aus Profitgründen. Windows 7 wurde jüngsten Informationen zufolge bislang 525 Millionen mal verkauft und könnte es mit Windows XP aufnehmen. Allerdings ist bereits von einem Windows 8 Release im Oktober die Rede. Anfang März hatte der Softwareriese auf der Consumer Preview eine Testversion von Windows 8 bereitgestellt. Das neue Betriebssystem wird auch für per Touchscreen bedienbare Smartphones und Tablets optimiert sen.
Im Oktober 2010 wurde Vista aus dem Handel genommen. Neue PCs mit vorinstalliertem Windows Vista werden auch nicht mehr angeboten. Laut Net Applications hat das Betriebssystem einen Marktanteil von nur 7,7 Prozent und ist damit einer der größten Flops in der Microsoft-Geschichte.


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