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Gema (ZPÜ) erhöht Abgaben für USB-Sticks und Speicherkarten

USB-Sticks und Speicherkarten werden demnächst deutlich teurer. Grund dafür sind steigende pauschale Urheberabgaben, die von der ZPÜ (Gema) zum 01. Juli 2012 festgesetzt worden sind. Bis zu 1,95 Euro pro Stück sollen dann pauschal abgegeben werden.

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Die ZPÜ ist eine Zentralstelle für private Überspielungsrechte und wird von der Gema vertreten. Sie hat zusammen mit der VG Wort und der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst einen neuen Tarif für Speicherkarten und USB-Sticks vorgelegt. Veröffentlicht wurde er am 16. Mai im Bundesanzeiger. Damit Nutzer privat Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken machen können, wurde die Pauschalabgabe eingeführt. Sie gilt auch für CD- und DVD-Rohlinge, Brenner und NAS-Systeme. Bereits seit 2010 gilt der Vertrag der ZPÜ.

Speicherkarten und USB-Sticks

Speicherkarten und USB-Sticks - bald bis zu 1,95 Euro pro Stück mehr

Vor der Abgabenerhöhung gab es kurze Verhandlungen mit der Bitkom und anderen Verbänden, wie auf Heise zu lesen ist. Bitkom und ZPÜ konnten sich nicht einigen. Die Bitkom hielt 10 Cent pro USB-Stick oder Speicherkarte für gerechtfertigt. Die ZPÜ verlangte mindestens 1 Euro pro USB-Stick und deutlich mehr bei Speicherkarten.

Bis zu 1,95 Euro Gema-Gebühren pro Stück

Aktuell werden pauschal 10 Cent pro USB-Stick und Speicherkarte berechnet. Sie sind im Preis bereits enthalten. Beim neuen Tarif sollen zwischen 0,91 Euro und 1,95 Euro anfallen. Der neue Tarif der Gema soll dagegen zwischen USB-Sticks, Speicherkarten und deren Größe unterscheiden. Für USB-Sticks und Speicherkarten bis 4 GigaByte soll eine Abgabe von 0,91 Euro einkassiert werden. Bei größeren Sticks werden sogar 1,56 Euro verlangt. Für Speicherkarten mit mehr als 4 GigaByte verlangt die ZPÜ sogar 1,95 Euro. Prozentual gesehen bedeutet dies eine Erhöhung um bis zu 1.850 Prozent.

Abgabenerhöhung ohne Begründung

Eine richtige Begründung für die enorme Preiserhöhung wurde nicht genannt. Kritik kommt auch insbesondere bei SD-Karten auf. Sie werden meist für Digitalkameras und damit für eigene Fotos genutzt. Ähnlich sieht es auch bei den Mini-SD-Karten für Smartphones aus. Urheberrechtlich geschütztes Material wird auf SD-Karten selten kopiert. Kritik gibt es auch darin, dass die zusätzliche Pauschalabgabe nur für Deutschland gilt. Händler im Ausland können USB-Sticks und Speicherkarten deutlich günstiger anbieten, weil sie nicht Gema-pflichtig sind.

Es gilt abzuwarten wie sehr sich die Änderungen auf den Verkaufspreis für die Speichermedien auswirkt. Einen 8 GigaByte USB-Stick gibt es z.B bereits für 5,44 Euro. Dieser könnte in Zukunft 7,42 Euro kosten (1,85 Euro + 7 % Mehrwertsteuer + 5,44 Euro – 10,7 Cent).

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Über KonstantinM

Konstantin lebt in Lehrte und ist Gründer des Magazins Nerdzine. Er schreibt als Mac-, PC- und Android-Nutzer über aktuelle Technik-Trends. Seit 2007 ist Konstantin als Blogger im Web unterwegs. Neben Nerdzine betreibt er zahlreiche weitere Websites. Google+ | Twitter

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