Die Übernahme von Instagram scheint Facebook nicht genug sein. Das Social Network hat jetzt einen eigenen Foto-Dienst mit der Bezeichnung “Facebook Camera” gestartet. Fotos können damit aufgenommen, bearbeitet und geteilt werden.
Für 1 Milliarde Dollar hat Facebook erst April 2012 Instagram übernommen. Jetzt hat das soziale Netzwerk eine eigene App herausgebracht, die vorerst nur für iPhones verfügbar ist. Nutzer können damit Einzelaufnahmen oder große Menge von Fotos schnell verwalten. Bilder von Freunden können mit der App einfach angeschaut werden. Da täglich mehr als 300 Millionen Bilder auf Facebook hochgeladen werden und ein Großteil der Uploads davon sicher über Smartphones geschieht, ist eine eigene App sicher kein schlechter Zug.
Schneiden, Drehen und mit Filtern bearbeiten
Mit Facebook Camera lassen sich Fotos nachträglich bearbeiten – so kennen wir es auch von Instragram. Fotos lassen sich schneiden, drehen oder mit eigenen Filtern versehen. Mit einem Fingertipp werden Freunde auf den Fotos markiert. Je nach Wunsch lassen sich auch gleich eine Reihe von Fotos zu einem Album hochladen. Das klappt weitaus besser als es bisherige Facebook-Apps handhaben. Die Bedienung funktioniert nach AllThingsD sehr schnell.
Laut Facebooks Produktmanager für Fotos soll Facebook Camera bereits vor der Übernahme von Instragram entwickelt worden sein. Mehrere Monate wurde daran gearbeitet. Das Teilen und Hochladen von Fotos ist vorher eher benutzerunfreundlich gewesen.
Vorerst nur für Apples iPhone
Facebook Camera ist vorerst nur für iOS-Geräte und englischsprachige Länder verfügbar. In den nächsten Tagen wird sie übersetzt und ist auch bei uns in Deutschland nutzbar. Eine wirkliche Konkurrenz soll Facebook Camera nicht für Instagram werden. So soll Facebook-Chef Mark Zuckerberg selbst bestätigt haben, dass beide Apps unabhängig voneinander weiter entwickelt werden. Wer die App sofort testen möchte, kann sie aus dem amerikanischen App Store laden und installieren.
Facebook Camera kommt nach missglückten Börsengang
Facebook Camera kommt einige Tage nach dem Börsengang Facebooks. Dieser ist leider nicht ganz glücklich für das weltweit größte Social Network verlaufen. Der Kurs war stark gefallen und erholte sich nur mäßig. Experten sehen das Problem bei der schlechten Monetarisierung. Das meiste Geld verdient Facebook über personalisierte Werbung.
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