Hacker haben massenweise Passwörter von Kunden des Konzerns Yahoo gestohlen. Eine Sprecherin sprach von mehr als 450.000 Benutzernamen und Passwörtern mit denen auf die Seite von Yahoo zugegriffen werden kann. Nutzer von AOL, Google und Microsoft sollen ebenfalls betroffen sein.
Die 450.000 Datensätze wurden im Internet veröffentlicht. Laut dem Sicherheitsunternehmen Rapid7 sollen auch die Unternehmen Google, AOL und Microsoft betroffen sein.
Um an die Kennwörter zu kommen, haben die Hacker eine Sicherheitslücke im System von Yahoo ausgenutzt. Dadurch hat die Hackergruppe mit der Bezeichnung D33DS Zugriff auf Benutzernamen und Passwörter erlangt. Die gesammelten Daten wurden dann auf der eigenen Internetseite veröffentlicht. Insgesamt sollen es 453.000 persönliche Anmeldeinformationen.
Yahoos Datenbank schlecht abgesichert und unverschlüsselt
Laut den Hackern sei die Datenbank schlecht abgesichert gewesen. Mittels SQL-Injection gelangte das Eindringen. Auch seien die Informationen unverschlüsselt gespeichert. Die Verantwortlichen sollen den Hackerangriff als Weckruf und nicht als Bedrohung angesehen.
Welche Unternehmen genau außer Yahoo betroffen sind, wollte der Konzern bisher nicht sagen. Seitens AOL, Google und Microsoft gab es bislang noch keine Stellungnahme. Die Internetkonzern Yahoo versicherte die Sicherheitslücke zu schließen und entschuldigte sich für den Vorfall. Betroffene Passwörter werden geändert.
Nach LinkedIn und GMX nun auch Yahoo
Zuletzt erwischte es den Free-Mail-Anbieter GMX. Hacker haben Zugriff auf Nutzer-Accounts erhalten und Werbung für einen Fatburner versendet. Erst letzten Monat war auch LinkedIn von einem Hackerangriff betroffen bei dem bis zu 6,5 Millionen Nutzer betroffen waren.
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