Seit 18.01.2012 sperrt der Musik-Stream-Dienst alle Nutzer aus Deutschland vom eigenen Angebot aus. Grund seien die hohen Betriebskosten, die durch die Gema verursacht werden. Die Schuld dafür wird also auf die Gema geschoben. Eine Reaktion auf die Schließung erfolgt von der Gema prompt.
Laut Gema sei Grooveshark generell nicht gewillt die Einnahmen durch die Lieder mit den Urhebern zu teilen. Ein Kontakt mit der Gema soll von Grooveshark aus nicht stattgefunden haben.
Auf der eigenen Webseite bekommen Grooveshark-Kunden folgende Nachricht zu lesen:
“Aufgrund unverhältnismäßig hoher Betriebskosten stellt Grooveshark den Zugriff aus Deutschland ein.
Wir werden Sie vermissen! Sie können uns gerne schreiben. Wir hoffen, eines Tages zurück zu kommen. Wenn Sie die Betriebskosten für Anbieter wie Grooveshark herabsetzen wollen, können Sie eine höfliche Nachricht an die GEMA zu schicken.”
IP-Adressen aus Deutschland werden von Grooveshark geblockt. Allerdings existieren im Netz bereits zahlreiche Anleitungen, wie die Sperre umgangen werden kann. Auch die mobile HTML5-Version von Grooveshark funktioniert in Deutschland nach wie vor.
Grooveshark gibt Kontaktmöglichkeiten zur Gema an
Es wird höflich darum gebeten mit der Gema Kontakt aufzunehmen. Hierfür stellt Grooveshark die E-Mailadresse, Adresse und Telefonnummer der Gema den enttäuschten Besuchern bereit. Wir vermuten, dass so einige Beschwerdenachrichten bei der Gema aufgrund der Schließung eintreffen. Des Weiteren empfiehlt Grooveshark den Musik-Streamer Simfy als Alternative.
Grooveshark will keine Lizenzgebühren zahlen
Laut Gema sei Grooveshark generell international nicht daran interessiert Urheber an den wirtschaftlichen Umsätzen durch Musikstücke teilhaben zu lassen. Aktuell gehen sogar mehrere große Firmen (Universal Music, Sony, EMI und Warner) gegen Grooveshark vor, da der Musik-Stream-Dienst zahlreiche Lieder im Streaming-Verfahren anbindet, die aus illegalen Quellen beschafft wurden. Teilweise wurden Mitarbeiter aufgefordert aus illegalen Quellen Musik zu beschaffen und wurden dafür sogar belohnt.
Gezahlt werden keine Lizenzgebühren, obwohl im Vertrag zwischen Grooveshark und EMI der Musik-Streaming-Dienst Zahlungen leisten wollte. Zwischen 8,2 und 10,25 Prozent von den erwirtschafteten Einnahmen nimmt die Gema bei kostenlosen Streaming-Portalen. Es bleibt ein übler Nachgeschmack und die Frage, ob Grooveshark legal handelt.
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