Apple darf in Mexiko sein iPhone nicht unter dem Namen verkaufen. Ein Gericht entschied zugunsten des Unternehmens mit dem ähnlichen Namen iFone. Demnach ist der Name iPhone dem geschützten Markennamen iFone zu ähnlich. Das Unternehmen in Mexiko hat diesen bereits seit 2003 als Marke eingetragen.
Rund vier Jahre vor dem iPhone-Launch wurde die Marke iFone registriert. Das Telekommunikationsunternehmen in Mexiko nutzt diese bereits seit 2002. Im Jahr 2009 hatte Apple es sich zum Ziel gesetzt per Gericht die Nutzung des Namens zu verbieten. Es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass iFone sich sehr ähnlich nach Apples Smartphone iPhone anhört. Dennoch bekam das mexikanische Unternehmen Recht.
iFone fordert hohe Schadenersatzzahlungen
Daraufhin reichte iFone eine Gegenklage ein und forderte Schadenersatz. Zu ähnlich sei iPhone zum Unternehmensnamen iFone. Apple reichte gegen das Urteil Einspruch ein. Allerdings bestätigte das Gericht erneut die Namensrechte von iFone.
Für Apple könnte dies nun teuer werden. Zum einen darf das Unternehmen sein iPhone nicht mehr unter dem Namen in Mexiko verkaufen und zum anderen fordert iFone Schadenersatz. Als Schadenersatzwert ist die Rede von 40 Prozent der iPhone-Verkäufe in Mexiko. Zwar werden im Vergleich zu den USA nicht derart viele Geräte in Mexiko verkauft, dennoch ist es für Apple schmerzlich. Zumal steht der iPhone 5 Verkaufsstart bevor – zumindest sollte er am 2. November stattfinden.
Rechtsstreit für iFone teuer
Als Grund für die hohen Schadenersatzforderungen gibt iFone-CEO Antonio Trevino gegenüber der Zeitung EL Universal an, dass das Wachstum des Unternehmens in letzter Zeit stagniert, da der Rechtsstreit rund um den Markennamen viele Ressourcen verschlang. Das Unternehmen mit Sitz in Mexico-City bietet Kommunikations- und Telekommunikationssysteme an. Unter wird auch Internettelefonie angeboten.
Mit der Entscheidung zeigt sich, dass auch kleine Unternehmen gegen Apple eine Chance haben. In der Vergangenheit hatte Apple mehrfach gegen andere Unternehmen im Patenstreit gewonnen und konnte etwa ein Verkaufsverbot beim für das Galaxy Tab 10.1 erwirken. Erst dieses Jahr konnte das kleine chinesische Unternehmen Proview sich gegen Apple durchsetzen. Es ging um das iPad – Proview hatte zwischen 2000 und 2004 die Markenrechte für einen Computer mit dem Namen I-Pad. Da die Gerichtskosten allerdings derart hoch waren, musste sich Proview mit Apple einigen und verkaufte schließlich die Namensrechte für 60 Millionen US-Dollar an den Konzern aus Cupertino.
Kein iPhone mehr in Mexiko
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