Zahlreiche Updates spielt Adobe für eigene Software ein. Gefährliche Schwachstellen im Flash-Player, im Adobe Reader und im Shockwave Player sollen beseitigt werden. Sicherheitsexperten warnen dennoch: Viele Sicherheitslücken sind nach wie vor vorhanden.
Weit verbreitet ist Adobes kostenloses Programm zum Anzeigen von PDF-Dateien. Der Adobe Reader beherrscht den Markt und ist auf fast jedem PC installiert. Sobald der Hersteller Updates einspielt, sollten diese zügig installiert werden, um aufgedeckte Sicherheitslücken schnellstmöglich zu schließen. Aufgrund seiner großen Verbreitung wird der PDF-Reader von Kriminellen gerne für Angriffe benutzt.
40 Schwachstellen im Adobe Reader
Alleine beim letzten veröffentlichten Update wurde bekannt, dass 40 Schwachstellen geschlossen wurden, die für einen Angriff ausgenutzt werden konnten. Ausreichend war das Öffnen der manipulierten PDF-Datei auf einer Webseite. Für die Installation des Updates nutzen Anwender die integrierte Update-Funktion des Readers. Sie befindet sich unter “Hilfe/Nach Updates suchen”. Alle Sicherheitslücken sind nach dem Update allerdings noch immer nicht geschlossen.
[post_list preset="relatedPosts_5"]Sicherheitsexperten gaben bekannt, dass weitere 16 Lücken in der Software sind, die Adobe erst im nächsten Monat schließen wird. Zur Sicherheit sollten bis dahin keine PDF-Dateien auf Internetseiten geöffnet werden von dessen Seriösität der Nutzer nicht überzeugt ist. Alternativ bietet sich FoxitReader an. Die Software ist nicht ganz so weit verbreitet und gerät seltener in den Fokus von Cyberkriminellen.
Update für Flash- und Shockwave Player
Adobe Flash Player
Der Flash Player zeigt Videos und andere multimediale Inhalte auf Internetseiten an. Adobes Update beseitigt mit der Version 11.3.300.271 alle bekannten Sicherheitslücken für Windows und Mac OS X. Um die Installation anzustoßen wird die Downloadseite des Flash Players aufgerufen.
Im Shockwave Player hat Adobe in der neuen Version 11.6.6.636 fünf Speicherfehler beseitigt. Sie ermöglichen es Schadcode einzuschleusen und auszuführen. Die neueste Version steht für Windows und Mac OS X zur Verfügung.
Adobe beendet Flash-Entwicklung für mobile Geräte
Eine weitere Änderung betrifft Smartphone-Nutzer. Adobe zieht den Flash Player von mobilen Geräten zurück. Das Plugin ist nicht mehr im Google Play Store bzw. für Android-Smartphones verfügbar. Nur noch Smartphones und Tablets, die von Adobe zertifiziert sind, werden künftig den Flash-Player installieren können. Geräte nach Android 4.0 werden die Software nicht mehr nutzen können. Wir berichteten bereits über die fehlende Unterstützung von Flash in Android 4.1. Nutzer, die die App bereits installiert haben, erhalten in Zukunft weiterhin ausgewählte Aktualisierungen und Sicherheits-Updates. Die Neuinstallation ist ab sofort nicht mehr möglicht.
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