Ab sofort ist Microsofts Bewegungssteuerung auch für Windows-PC verfügbar. Genannt wird sie Kinect und ist für einen Einsatz am Computer optimiert. Entwickler können von nun an Anwendungen entwickeln, die die Gestensteuerung nutzen.
Vorerst war die Bewegungssteuerung lediglich für die XBOX 360 konzipiert. Bastler entwickelten Treiber durch die Kinect über Umwege auch am PC genutzt werden konnte. Nachdem Microsoft davon zunächst nicht begeistert schien, scheint der Konzern nun das Potenzial erkannt zu haben. Eine speziell auf den “Windows 7″-PC angepasste Version ist ab jetzt im Handel erhältlich. Zur Steuerung eines PCs mit Kinect bietet sich die Software kinVi 1.0 an.
Vergleich zwischen XBOX- und Windows-Version
Kinect unterstützt “Windows 7″-Programme. Microsoft hat hierfür eine spezielle Version vom Software Development Kit (SDK) bereitgestellt. Entwickler können damit Software erstellen, die die Sprach- und Bewegungssteuerung von Kinect nutzt. Laut Microsoft sollen bereits 300 Firmen aus mehr als 25 Ländern Anwendungen für Kinect programmieren. Diese erhalten einen umfangreichen Support zum Produkt. Die neue Version von SDK bringt Anwendern einige Vorteile. So soll die Kamera nun bereits ab einem Abstand von nur 40 cm Objekte erkennen. Vorher war dies erst ab 80 cm möglich. Bereits unter 1,8 m Entfernung hatte die XBOX-360-Kinect Probleme bei der Erkennung.
Im Vergleich zur XBOX-Version hat Microsoft rein äußerlich keine Veränderungen eingebracht. Lediglich das USB-Kabel wurde gekürzt. Mitgeliefert wird auch ein USB-Adapter, um neben Kinect auch andere USB-Geräte am PC zu betreiben. Nutzer mit wenigen USB-Schnittstellen am Computer werden sich freuen.
Hoher Preis bei Kinect für Windows
In zwölf Ländern wird die Steuerung ausgeliefert. Die UVP (unverbdindliche Preisempfehlung) liegt bei 249 Euro. Bei uns in Deutschland listen einige Computer-Shops die Bewegungssteuerung Kinect bereits ab 200 Euro. Für Bildungseinrichtungen will Microsoft Kinect zum Vorzugspreis von 149 Dollar bringen. Den knapp doppelt so hohen Preis zur XBOX-Version begründet Microsfoft damit, dass bei der XBOX die Kinect durch die zahlreichen kompatiblen Spiele mitfinanziert wird. Bei der Windows-Version sind bislang kaum Kinect-Spiele vorhanden.
Die Kinect-Version für die XBOX wurde laut Microsoft im November 2010 rund 18 Millionen mal verkauft. Seit Marktstart sollen bereits 66 Millionen Stück verkauft worden sein. Es bleibt abzuwarten, ob die PC-Variante an den Erfolg anschließen kann.
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