Samsung verlor erst kürzlich im Patentstreit mit Apple und muss 1 Milliarde Dollar Schadenersatz zahlen. Nun geht Apple einen Schritt weiter und beantragte ein Verkaufsverbot für acht Samsung-Smartphones in den USA. Samsung verkündete daraufhin mit allen Mitteln dagegen anzukämpfen.
Apple hat nach dem Sieg im Patentstreit ein Verkaufsverbot für acht Smartphone-Modelle des südkoreanischen Herstellers Samsung beantragt. Der Vorgänger von Samsungs aktuellem Flaggschiff gehört ebenfalls dazu. Gleich vier Varianten vom Galaxy S2 will Apple nicht mehr in den Verkaufsregalen sehen. Für Samsung ist das S2 aber nach wie vor wichtig – als günstige Alternative zum Galaxy S3.
Außer dem S2 will Apple auch das Droid Charge, das Galaxy Prevail und zwei Modelle vom Galaxy S2 stoppen. Beim Patentstreit hatten die Geschworenen Patentverletzungen bei 28 Samsung-Geräten festgestellt. Viele der Geräte sind auf dem Markt nicht mehr aktuell, da die Klage bereits Anfang 2011 veranlasst wurde.
Betroffene acht Samsung-Smartphones:
- Galaxy S 4G
- Galaxy S2 (AT&T)
- Galaxy S2 (Skyrocket)
- Galaxy S2 (T-Mobile)
- Galaxy S2 Epic 4G
- Galaxy S Showcase
- Droid Charge
- Galaxy Prevail
Zuletzt berichteten wir vom Patentstreit als Apple bekannt gab 1,1 Milliarden Dollar für iPad- und iPhone-Werbung ausgegeben zu haben.
Samsungs Aktie abgerutscht
Seit dem vorläufigen Urteil ist Samsung bereits dabei Software auf den Geräten anzupassen. Bei sechs Smartphones sahen die Geschworenen allerdings auch Design-Patente von Apple verletzt. Daraufhin wurden Apple rund 1,05 Milliarden Dollar Schadenersatz zugesprochen.
Anschließend sank Samsungs Aktie um 8 Prozent, konnte sich aber am Dienstag wieder etwas erholen – 1,27 Prozent auf 1,195 Millionen Won (rund 842 Euro). Apples Aktie hatte dagegen am Montag das Allzeithoch von 680,87 Dollar erreicht. Damit hat Apple einen Gesamtwert von 633,4 Milliarden Dollar.
Urteil könnte Folgen am Handymarkt haben
Das Urteil gegen Samsung könnte auch für andere Smartphone-Hersteller weitreichende Folgen haben. Es zeigt, dass Apple in der Lage ist Patentansprüche erfolgreich vor Gericht durchzusetzen. Demnach müssen auch andere Hersteller wie HTC oder LG vorsichtiger sein. Die nächste Entscheidung wird es am 20. September geben. Sollte Richterin Koh die Patentverletzungen als absichtlicht einschätzen, könnte dies eine Verdreifachung des Schadenersatzes bedeuten.
Samsung vs. Apple
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