Am heutigen Tag wäre Maria Montessori 142 Jahre alt geworden. Die italienische Ärztin, Reformpädagogin, Philosophin und Pilanthropin wurde am 31. August 1870 geboren. Sie gilt als Entwicklerin der Montessoripädagogik – eines Bildungskonzepts für Kleinkinder bis hin zu jungen Erwachsenen.
“Hilf mir, es selbst zu tun” – das ist der Grundgedanke der Montessoripädagogik. Dabei wurde erstmalig das Kind als “Baumeister eines Selbst” gesehen. Der Lehrende beobachtet das Kind und wendet dann je nach Situation gezielt aber nur wenn nötig didaktische Techniken an. Dadurch soll der Lernprozess des Kindes maximal gefördert werden. Zum ersten Mal gab es offenen Unterricht bei dem Schüler frei wählen konnten wo, wann und wie sie gestellte Aufgaben erledigen. Erstmals konnten Kinder mitbestimmen und erlernten dadurch Selbstständigkeit und Individualität.
Maria Montessori wurde in Chiaravalle bei Ancona geboren. Sie entstammte einer gebildeten Famile. Der Vater arbeitete im Finanzministerium und der Cousin der Mutter war der Theologe und Geologe Antonio Stoppani. Maria Montessori interessierte sich für Naturwissenschaften und besuchte eine technische Oberschule.
Medizin-Studium nur für Männer
Maria Montessori (Wikipedia, CC-BY-SA)
Anschließend bewarb sie sich an einer Hochschule für den Studiengang Medizin, wurde allerdings abgelehnt, weil das Studienfach zu dieser Zeit nur Männern in Italien vorbehalten war (1875). Daraufhin studierte sie für zwei Jahre Naturwissenschaften, wurde dann doch zum Medizin-Studium zugelassen, wo sie als erste Italienerin überhaupt in dem Fach promovierte.
Zum Ende ihres Studiums arbeitete sie in einer psychiatrischen Klinik in Rom und spezialisierte sich auf Kinderheilkunde. Ihrer Meinung (und der Arbeiten ihrer zwei Vorgänger Jean Itard und Edouard Séguin) nach mussten geistig behinderte Kinder nicht medizinisch, sondern pädagogisch behandelt werden.
Montessoripädagogik verbreitete sich – auch in Deutschland
Januar 1907 eröffnete Maria Montessori eine Kindertagesstätte für geistig gesunde Kinder aus sozial schwachen Familien. Sie übertrug ihre entwickelten Hilfsmittel aus ihrem Studium auf die Kinder. Dabei verbreiteten sich ihre Erfolge schnell. Die Montessoripädagogik verbreitete sich nach ihrem Tod am 6. Mai 1952 in Noordwijk aan Zee. In den 1920ern hatte sie Clara Grunwald in Deutschland populär gemacht.
Google Doodle zeigt Holzspielzeug
Das heutige Google Doodle zeigt Holzspielzeug für Kinder. Insbesondere zur Förderung der Feinmotorik wird das im Doodle gezeigte Spielzeug genutzt. Neben Holzbauklötzen hat die Suchmaschine auch Formbausteine abgebildet bei denen Kinder spielerisch Formen wie Kreise oder Dreiecke passend einsortieren.
Maria Montessori Google Doodle
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