Google will zusammen mit Partnern noch dieses Jahr fünf Nexus-Geräte herausbringen. Diese Tablets und Smartphones sollen mit Android 5 (Jelly Bean) laufen.
Noch ist Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) nicht auf allen Android-Geräten verfügbar. Bereits seit Oktober ist die Version auf dem Markt und erreicht gerade einmal 5 Prozent Marktanteil. Viele Hersteller haben das Update noch nicht ausgeliefert. Samsung hat z.B. das Android 4.0 Update für das Galaxy S2 erst im April 2012 herausgebracht. Für einige HTC-Geräte ist Ice Cream Sandwich erst für das vierte Quartal 2012 geplant.
Dennoch plant Google noch dieses Jahr weitere Smartphones und Tablets mit Android 5 Jelly Bean, so das Wallstreet Journal (WSJ). Hersteller, wie HTC, Sony, Samsung, Asus und Motorola sollen die Rohversion diesmal aber früher erhalten, um noch früher Geräte mit dem Betriebssystem heraus zu bringen. Die offizielle Vorstellung von Android 5.0 wird dadurch etwas aufgeschoben.
Den Herstellern kann dies nur Recht sein. Sie erhalten die Rohversion zur gleichen Zeit mit Motorola. In der Vergangenheit hatten sie befürchtet Google würde Motorola aufgrund der Übernahme der Mobilsparte des US-Herstellers bevorzugen. Neue Android-Versionen wurden bislang zunächst auf einem “Lead Device” (Vorzeigemodell) der Öffentlichkeit vorgestellt.
Nexus-Geräte werden über Play Store verkauft
Neue Modelle sollen in Zukunft gleichzeitig über den Play Store vertrieben werden – geplant ist Thanksgiving (22. November 2012). Mobilfunkanbieter wird es dazwischen also nicht mehr geben. Grund ist die verzögerte Update-Politik der Mobilfunknetzbetreiber. In den USA haben viele ICS-fähige Geräte noch kein Update erhalten. Auch in Europa sieht es nicht anders aus. Der Grund ist, dass die Netzbetreiber die neue Software vor der Auslieferung testen wollen. Ob dies wirklich Sinn macht?
Nexus-Geräte haben den Vorteil, dass Updates schnell und zuverlässig sofort ausgeliefert werden. Mit der neuen Ausrichtung versucht Google die Kritik zu verzögerten Updates loszuwerden und gleichzeitig den Verkauf von Android-Geräten anzukurbeln.
Bestätigungen zu dem Bericht vom WSJ gab es von Googles Seite noch nicht. Plausibel klingen die Informationen dennoch.
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