Der Mac-Trojaner Flashback soll Schätzungen des russischen Antiviren-Spezialisten Dr. Web nach mehr als eine halbe Million Computer mit Mac OS X befallen haben. Nun sind im Netz Informationen zu Flashback aufgetaucht, die den Mac-Trojaner harmloser erscheinen lassen als zuerst angenommen.
Auf MacMark.de ist zu lesen, dass keine der bisher veröffentlichten Flashback-Versionen für Mac-Computer gefährlich sei. Flashback könne auf einem Mac nicht unbemerkt ausgeführt werden und schon gar nicht Daten nachladen. Laut Diplom-Informatiker Markus Möller von MacMark.de seien Mac-Nutzer auch sicher, wenn der Trojaner bereits auf dem Mac ist.
Kritik gibt es auch für Antiviren-Spezialisten Dr.Web. Der Blog-Betreiber Möller stellt viele Aussagen als falsch dar. So auch die Aussage, dass der Botnetz-Verkehr auf die eigenen Server umgeleitet wurde, um alle infizierten Rechner zu zählen. “Für eine solche Umleitung sei Hilfe von offiziellen Stellen, die die Internet-Domains für die Command & Control-Server registriert haben, damit die den entsprechenden Verkehr umleiten, notwendig.”, so Möller.
Der russische Antiviren-Hersteller Dr. Web hat eigenen Angaben nach ein Botnetz aus mehr als 550.000 Mac-Computern gefunden – wir berichteten. Hauptsächlich seien Rechner aus USA, Kanada, England und Australien betroffen. Deutschland ist mit nur 2467 infizierten Mac OS X Computern bislang den Angaben von Dr. Web nach vom Trojaner BackDoor.Flashback.39 verschont geblieben.
Um sicherzugehen empfiehlt die Nerdzine-Redaktion dennoch das aktuelle Apple-Update einzuspielen. Dieses ist allerdings nur für Mac OS X in den Versionen 10.6 und 10.7 verfügbar.
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