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Nexus 7, iPad Mini und Kindle Fire HD im Vergleich

Nexus 7, iPad Mini und Kindle Fire HD im Vergleich Seit Ende August ist Googles „Nexus 7“-Tablet bei Google Play verfügbar. Zusammen mit dem iPad Mini und Kindle Fire HD erleben die Mini-Tablets gerade einen Boom. Die Nachfrage ist groß – das belegen auch die Verkaufszahlen. Es gibt bereits zahlreiche Tests und Vergleiche der drei Tablets. Wir haben ein Video gefunden bei dem die Überprüfung der Robustheit aller drei Tablets auf eine etwas andere Art und Weise erfolgt. Natürlich gibt es von uns auch einen allgemeinen Vergleich der Tablets.

Das Video beginnt mit der Frage „Will it blend?“ („wird es sich mischen“ ). Alle drei Tablets werden zunächst in Form gebracht. Dazu bricht der Tester die Mini-Tablets an der Kante des Mixers in der Mitte, um das Tablet in ein für den Mixer passendes Format zu bringen. Anschließend werden Nexus 7, iPad Mini und Kindle Fire HD parallel in den Mixer gesteckt. Für uns als Technik-Fans tut der Anblick schon etwas weh. Die Tablets sind neu ausgepackt worden und müssten voll funktionsfähig sein.

Hinter dem Video steckt die Firma Blendtec. Sie vertreibt Mixer und demonstriert mit ihren Videos wie gut das eigene Produkt ist. Ihr erstes Video brachte sie vor 6 Jahren heraus. Damals waren es noch keine elektronischen Geräte. Unserer Meinung nach geht die Marketing-Aktion des Mixer-Herstellers voll auf. Zu ernst sollte man den Test nicht nehmen. Am Ende bleibt bei jedem der Tablets nur noch ein grauer Staubhaufen übrig.

Display: iPad Mini mit deutlichen Schwächen

iPad 4 vs. iPad Mini

iPad 4 vs. iPad Mini

Die Diagonale vom IPS-Display beträgt beim Google-Tablet 7 Zoll. Das Nexus 7 löst mit 1280 x 800 Pixeln auf. Daraus resultiert eine Pixeldichte von 216 ppi, die für ein hochauflösendes Display steht. Amazons Kindle Fire HD entspricht von der Display-Größe und Auflösung her dem des Nexus 7.

Apples iPad Mini ist mit 7,9 Zoll etwas größer. Enttäuschend ist, dass es dafür nur eine Auflösung von 1024 x 768 Pixeln erhält. Damit liegt es mit nur 163 ppi auch weit hinter dem iPad 4 mit Retina-Display. Im Vergleich von Displaymate macht das iPad Mini daher bei den Schärfetests keine gute Figur. Gerade die scharfe Darstellung von Text ist auf einem Tablet aber wichtig. In Sachen Reflektionen sieht es ebenfalls nicht gut aus. Das iPad Mini reflektiert Umgebungslicht zu 53 Prozent mehr als das Nexus 7 und 41 Prozent mehr als das Kindle Fire HD.

Was die Bildqualität angeht ist im Displaymate-Test das Kindle Fire HD auf Platz 1, gefolgt von iPad Mini. Das Nexus 7 erntet Kritik, weil die Farben ausgewaschen wirken. Insgesamt ist das iPad Mini zwar gut, aber weicht von den Qualitätsansprüchen, die Apple beim großen iPad setzt, doch ab.

Prozessor und Arbeitsspeicher

Es werkelt im Nexus 7 ein 1,3 GHz Quad-Core von Nvidia. 1 GB RAM hat Hersteller Asus verbaut. Im Performance-Test überzeugt das Gerät – speziell die GPU-Performance (ULP Geforce) ist beeindruckend. Das macht sich beim Spielen bemerkbar und Nvidia ist bekannt für ihre Gaming-Hardware.

Kindle Fire HD mit 7 Zoll Display

Kindle Fire HD mit 7 Zoll Display (Bild: Amazon)

Im Kindle Fire HD arbeitet ein vergleichsweise schwacher Dual-Core-Prozessor, der mit 2 x 1,2 GHz getaktet ist. Amazon hat wie auch beim Nexus 7 ein GByte Arbeitsspeicher verbaut. Noch schwächer erscheint der Prozessor vom iPad Mini: ein Dual-Core-Prozessor (A5), der mit 1 GHz getaktet ist. Auch sind nur 512 MB RAM verbaut. In der Praxis macht das iPad Mini das aber weg. Apps, Safari-Browser und Kamera lassen sich flüssig bedienen. In Rightware-Benchmark liegt es von der Punktzahl her nur knapp hinter dem neuen iPad.

Kamera: iPad Mini mit 5 Megapixel Kamera

Die 5-MP-Kamera vom iPad Mini ist klarer Sieger im Vergleich. Da ihr die HDR-Funktion fehlt, muss man das Tablet schon sehr ruhig halten, um keine verwackelten Bilder zu haben. Außerdem verfügt Apples Tablet noch über eine zweite Kamera, die mit 1280 x 960 Pixeln auflöst. Das Nexus 7 hat lediglich eine 1,2 MP Kamera auf der Vorderseite. Sie ist für Videoübertragungen oder Schnappschüsse gedacht. Zu viel sollten sich Anwender also nicht erwarten. Amazon gibt bei seinem Kindle Fire HD eine HD-Kamera an. Wie hoch sie genau auflöst, konnten wir nicht recherchieren.

Schnittstellen und Gewicht

Nexus 7 Tablet

Nexus 7 Tablet (Bild: Google)

Dem Kindle Fire HD fehlt es im Gegensatz zum Nexus 7 an NFC, digitalem Kompass (Gyroskop) und GPS. iPad Mini verfügt immerhin über Gyroskop und GPS. Zur Navigation kann Amazons Tablet also nicht eingesetzt werden. Während Nexus 7 und iPad Mini über WLAN nach den Standards 802.11 b/g/n verfügen, hat Amazon das Kindle Fire HD mit WLAN 802 a/b/g/n kompatibel gemacht. Amazon hat erstmals zwei Antennen verbaut und unterstützt daher WLAN im 2,4-GHz- und 5 GHz-Spektrum. In der Praxis werden die meisten Nutzer keine Geschwindigkeitsvorteile dadurch haben. Für HD-Streaming muss die DSL-Geschwindigkeit schnell genug sein. Das iPad Mini verfügt als einziges über den aktuellen Bluetooth-Standard 4.0. Nexus 7 und Kindle Fire HD haben lediglich Bluetooth 3.0.

So ein Mini-Tablet muss handlich und leicht sein. Beim Vergleich der teuersten Ausführungen erweist sich Amazons Tablet mit 395 Gramm als schwer. Apples iPad komm mit nur 312 Gramm als Leichtgewicht daher, während das Nexus 7 akzeptable 340 Gramm wiegt.

Preis und Varianten

Nexus 7: Googles Tablet gibt es derzeit nur als WLAN-Variante. Die 3G-Version steht allerdings schon in den Startlöchern und ist bereits im Google Play Store mit 32 GByte Flash-Speicher zum Preis von 299 Euro gelistet. Die only-Wifi-Versionen sind bereits für 199 Euro (16 GB) und 249 Euro (32 GB) verfügbar.

iPad Mini: Das iPad Mini gibt es mit 16, 32 und 64 GB internem Speicher. Verfügbar sind Varianten mit Wifi-only und zusätzlichen 4G-Modul (LTE). Preislich ist das iPad Mini deutlich teurer. Die günstigste Variante mit 16 GB und Wifi kostet 329 Euro. Für 64 GB Speicher und 4G müssen Käufer sogar 659 Euro zahlen.

Kindle Fire HD: Amazons Tablet kostet in der 16 GB-Version 214 Euro. Für 32 GB Speicher zahlt man 264 Euro und damit noch weniger als beim Nexus 7. Wer es noch günstiger haben will, nimmt das Tablet mit Spezialangeboten. Bei gesperrtem Bildschirm werden Angebote des Online-Shops beworben. So spart man nochmal 15 Euro beim Tablet-Kauf.

Fazit: Welches Tablet nehmen?

Wer es besonders günstig haben muss, nimmt das Kindle Fire HD. Es verfügt über eine stark angepasste Android-Version. Leider fehlen dem Tablet einige Funktionen und dabei wiegt es von allen drei Tablets auch noch am meisten. Auch der Prozessor ist in Verbindung mit Android nicht so leistungsstark wie der vom Nexus 7. Das Asus-Tablet, welches Google herausbringt, überzeugt uns. Am 13. November soll es die aktuelle Android-Version 4.2 erhalten. Hier fehlt uns aber noch die 3G-Version. Wer lediglich per WLAN im Internet surfen will, kann hier zugreifen. Dafür erhält man auch ein leistungsfähiges Android-Tablet.

Etwas zwiegespalten sind wir beim iPad Mini. Zwar verfügt es über neue Standards wie LTE und Bluetooth 4.0, eine 5-MP-Kamera und auch eine 64 GByte-Version, allerdings enttäuscht das Display mit einer niedrigen Auflösung. Gerade die ist etwa zum Surfen oder Lesen von eBooks für ein Mini-Tablet wichtig. Außerdem ist das Tablet vergleichsweise sehr teuer. Selbst das kleinste Modell kostet noch mehr als die größten Varianten von Nexus 7 und Kindle Fire HD.

Zum Abschluss haben wir für euch wie gewohnt die Vergleichstabelle:

Nexus 7, iPad Mini und Kindle Fire HD im Vergleich

Nexus 7, iPad Mini und Kindle Fire HD im Vergleich (zum Vergrößern anklicken)

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Über KonstantinM

Konstantin lebt in Lehrte und ist Gründer des Magazins Nerdzine. Er schreibt als Mac-, PC- und Android-Nutzer über aktuelle Technik-Trends. Seit 2007 ist Konstantin als Blogger im Web unterwegs. Neben Nerdzine betreibt er zahlreiche weitere Websites. Google+ | Twitter