Dass Amazon ein breit gefächertes Online-Versandhaus ist, ist vielen bekannt. Jetzt stellt sich der Konzern noch breiter auf und steigt in’s Spielegeschäft ein. Das neu gegründete Entwicklungsstudio Amazon Game Studios wird eigene Spiele entwickeln. Ferner sollen Studenten zukünftig über Text Book Rental Lehrbücher ausleichen.
Etwas überraschend kommt der Einstieg in das Spielegeschäft schon. Amazon soll eigenen Angaben zufolge eigene Social Games anbieten wollen. Für den Konzern ist der Spielemarkt sehr wichtig. So wurde in der Vergangenheit das Betriebssystem des Kindle Fire für Spieleentwickler geöffnet. Auch das eigene Produktportfolio wurde um Spieledienste erweitert.
Erstes Facebook-Spiel: Living Classics
Bereits jetzt hat Amazon Game Studios das erste Facebook-Spiel veröffentlicht: “Living Classics” nennt es sich und ist ein Puzzle-Game bei dem Spieler Märchenwelten erforschen. Darunter sind z.B. Szenen aus Büchern wie “Alice im Wunderland” oder “Der Zauberer von Oz”. Das Spiel ist kostenlos und kann direkt über Facebook gespielt werden.
In Zukunft sollen weitere Spiele für Facebook folgen. Denn “Amazon Game Studios” soll ausschließlich soziale Netzwerke mit Spielen versorgen. Gleiches bietet Zynga mit den bekannten Titeln “Cityville” und “Farmville” an. Das Geschäft mit den “Social Games” wird von Branchenkennern in Frage gestellt. So soll Zynga erst vor einigen Wochen einen schlechten Quartalsbericht vorgelegt haben. Dieser sorgte für einen Absturz des Aktienkurses gesorgt. Zynga erzielt durch den Verkauf virtueller Gegenstände in den Spielen die Umsätze.
Amazon: Kindle Fire, Internethandel, Web Services und co.
Amazon lockt Kunden mit einer schnellen Lieferung, niedrigen Preisen und einem großen Sortiment. In den letzten Jahren ist das Wachstum zum Nachteil vieler Einzelhändler enorm. Viele Käufer schauen sich Ware im Laden vor Ort an, um sie dann bei Amazon.com zu bestellen. Neben dem Handel im Internet hat Amazon das Portfolio in verschiedene Richtungen ausgebaut. So bietet der Konzern unter “Amazon Web Services” PC-Kapazitäten in eigenen Rechenzentren an (Cloud). Experten Schätzen, dass Amazon damit jährlich Milliarden Dollar umsetzt. Bekannt ist auch das eigene Tablet Kindle Fire von dem bereits die zweite Version in Planung ist. Laut Amazon ist es das meistverkaufte Produkt im eigenen Shop.
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