In Apples iPhone 5 soll ein A6-Prozessor werkeln. Zwar verriet der Konzern aus Cupertino bei der Präsentation letzte Woche nichts über CPU-Architektur, Taktfrequenz oder GPU, allerdings lässt sich vermuten, dass im Vergleich zum bisher verwendeten A5-Chip eine Neuentwicklung im iPhone 5 steckt.
Im bisherigen Smartpone iPhone 4S verwendete Apple stets einen ARM-Cortex-SoC – konkret ist es ein Cortex A9. Experten von Nomura Equity Research vermuten, dass Apple im iPhone 5 einen Cortex A15 verbaut. Im 32 nm Fertigungsprozess (genannt HKMG) soll dieser bei Samsung Electronics Co. Ltd. verbaut werden. Das würde eine starke Abhängigkeit gegenüber Samsung bedeuten.
Schneller, kleiner und sparsamer
Dieser soll den Daten aus dem offiziellen White Paper nach bis zu 3x schneller im Vergleich zu vorherigen Generationen sein. Webseiten sollen dadurch schneller geladen, Apps schneller geöffnet und Spiele performanter laufen. Eine 32-nm-Herstellung ermöglicht die kleinere Bauweise des Chips mit geringerem Energieverbrauch.
Der Apple A6 ist ein “System-on-a”-Chip (kurz SoC), der über einen Prozessor für allgemeine Berechnungen und eine GPU für grafische Berechnungen verfügt. Hersteller, wie Apple und Samsung, müssen GPU und CPU allerdings nicht selbst entwickeln. Sie können sogenannte IP-Cores (“Intelellectual-Property”-Cores) einkaufen und verbauen. Als GPU verwendet Apple den SGX543MP4 von PowerVR. Den kennen wir vom neuen iPad und dem Apple A5X.
Damit wäre Apple der Konkurrenz – speziell Samsung – einen Schritt voraus. Aktuell verwendet Samsung den Exynos 6 und Nvidia mit dem Tegra 4 nutzen die ARM Cortex 15 Technologie.
iPhone 5 – mit schnellerem A6-Chip
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