Breaking News
Du bist hier: Startseite » Internet » Nach Megaupload-Verhaftung schließen oder beschränken zahlreiche Filehoster ihre Dienste

Nach Megaupload-Verhaftung schließen oder beschränken zahlreiche Filehoster ihre Dienste

Erst eine Woche nachdem das FBI Megaupload gesperrt und Gründer Kim Dotcom verhaftet wurde, schließen zahlreiche Filehoster ihre Dienste. Scheinbar scheinen die sogenannten One-Click-Hoster stark verunsichert zu sein. Zu groß scheint die Angst vor ähnlichen Sanktionen zu sein. Unbeeindruckt zeigen sich dagegen die Filehoster Rapidshare und Mediafire.

Drucken

Die Verhaftung von Kim Schmitz, dem Gründer des Megaupload-Filehosters, scheint Wirkung auf etliche Filehoster gezeigt zu haben. So haben die US-Unternehmen Filesonic und Fileserve die Sharing-Funktionalität für Kunden deaktiviert. Damit ist es nicht mehr möglich Dateien hochzuladen und anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Als Reaktion auf die Megaupload-Sperrung befürchten nach unserer Auffassung die One-Click-Hoster ein ähnliches Schicksal.

Bei Filesonic, Videozer und VideoBB wurde das Affiliate-Programm eingestellt. Dies belohnte Nutzer mit vielen Uploads und entsprechenden Downloads. Von nun an können hochgeladene Dateien (genau wie bei FileJungle und Uploadstation) auch nur vom jeweiligen Uploader wieder heruntergeladen werden. Für illegale Inhalte dürfte damit Filesonic nicht mehr interessant sein. Ähnlich wie Megaupload ist auch Filesonic in Hong Kong ansässig. Ebenfalls den Betrieb stark eingeschränkt hat Hoster Fileserve. Komplett ihren Dienst eingestellt haben dagegen x7.to, EnterUpload und UploadBox.

Rapidshare und Mediafire bleiben online

Anders sieht es bei der schweizerischen Firma Rapidshare aus. Gegenüber Journalisten wurde bekannt gegeben, dass das Unternehmen nicht beunruhigt sei. So wurde das eigene Geschäft mit dem von Microsoft verglichen. Mit Microsofts SkyDrive lassen sich ebenfalls Dateien online hochladen und anderen Nutzern zur Verfügung stellen. In einem Interview der Sueddeutschen mit Unternehmensführung von Rapidshare verglich Alexandra Zwingli die Dienste von Rapidshare mit Youtube und Dropbox. Ähnlich sieht es auch Mediafire – der Filehoster will bislang die Dienste unverändert aufrecht erhalten.

In einem Urteil eines deutschen Gerichts wurde Rapidshare nicht zur Filterung von Dateien gezwungen. Auch sei Rapidshare weder Täter noch Teilnehmer an Urheberrechtsverletzungen.

Uploaded sperrt US-IP-Adressen

Ein etwas anderes Vorgehen wird bei Uploaded eingeschlagen. Der bekannte Filehoster sperrt US-amerikanische IP-Adressen. Ein Zugriff ist für Uploaded-Nutzer aus Deutschland also nach wie vor möglich. Ob allerdings diese Handlung US-Behörden von einer Verfolgung abhält ist zweifelhaft. Uploaded vermutet, dass in Drittländern ungerne mit amerikanischen Seiten zusammen gearbeitet wird. Ob das FBI gegen den bekannten Filehoster Uploaded vorgehen wird bleibt abzuwarten. Den gleichen Weg mit der Sperrung von IP-Adressen aus den USA ist auch die bekannte Plattform für Streams VideoBB gegangen.

Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Raubkopien und Geldwäsche wird dem Gründer von Megaupload Kim Schmitz vorgeworfen. 500 Millionen Dollar Schaden sollen den Urheberrechtsinhabern entstanden sein. Aktuell sitzt der 38-Jährige noch bis mindestens 22. Februar in Haft. Eine Freilassung auf Kaution wurde vom Richter abgelegt. Zu hoch sei die Gefahr, dass der Megaupload-Gründer zum Beispiel mit seinem Hubschrauber flüchtet.

Filesonic deaktiviert

Filesonic deaktiviert (via filesonic.com)

Ihr wollt immer Up-to-Date sein? Dann klickt auf unserer Facebook-Seite auf "Gefällt mir", folgt uns auf Twitter oder kreist uns auf Google+ ein. Außerdem gibt es den RSS-Feed.

Über Eugen

Eugen studiert Informatik und kommt aus ursprünglich aus Hamburg. Als echter "Social Network"-Fan ist er ständig auf der Suche nach News zu Facebook, Google+ und Twitter unterwegs. In seiner Freizeit spielt er Badminton.
Scroll To Top