Pünktlich zur internationalen Funkausstellung (IFA) bringen die Deutsche Telekom und 1&1 die De-Mail auf den Markt. In direkter Konkurrenz zum guten alten Brief steht die rechtsverbindliche und sichere E-Mail.
Privatkunden und kleine Unternehmen erhalten die Chance die De-Mail zu testen. So bietet die Telekom jeden Monat 50 kostenlose Mails an. Sonst fallen 39 Cent pro Mail an. Großkunden erhalten für 6 Monate einen Rabatt indem sie den monatlichen Grundpreis von 270 Euro pro 1.000 Mitarbeiter nicht zahlen müssen.
Telekom De-Mail (Bild: Telekom) – vergrößern
Dabei kann die Telekom die Targobank und die Allianz-Versicherung als erste Kunden begrüßen. Registrierte Bürger können Geschäftsbriefe mit z.B. Banken und Versicherungen per E-Mail abwickeln. Die Deutsche Telekom und die 1&1 Internet AG starten die De-Mail ab 31. August und in direkter Konkurrenz zur deutschen Post. United Internet stellt das eigene De-Mail-Angebot auf der IFA vor.
18 Millionen Briefe pro Jahr versendet
Pro Jahr versenden wir Deutsche ca. 18 Millionen Briefe von denen die meisten geschäftlich sind. Die gewöhnliche E-Mail bietet hier keine Alternative. Absender können gefälscht und die Nachrichten mitgelesen werden. Bei der De-Mail lässt sich eine Verschlüsselung zwischen Versender und Adressat einbauen. Für die sichere Übertragung sorgt das geltende De-Mail-Gesetz.
Bisher haben sich bei United Internet und der Telekom 1,5 Millionen Privatkunden vorab registriert. Zögerlich sind bislang Bundes- und Landesbehörden. Dabei sind die Vorteile groß: es werden nicht nur Tonnen von Papier, Briefumschläge und Druckerzubehör, sondern auch Briefporto-Kosten eingespart.
E-Post-Brief der Post ohne Erfolg
Der E-Post-Brief – ein Produkt der Deutschen Post – existiert bereits seit zwei Jahren. Allerdings fand die De-Mail-Alternative bislang keinen großen Anklang. Nur etwa 200.000 E-Post-Briefe werden pro Monat versendet. Anzumerken sei aber, dass der Preis nicht unter dem Briefporto lag. Besser laufen soll dies bei der De-Mail. Sie soll für Großkunden im optimalen Fall nur 20 Cent pro Schreiben kosten. Daher will die Post den De-Mail-Standard auch bis Ende 2012 anbieten.
[post_list preset="relatedPosts_5"]Ganz einfach macht die Post der Telekom die Einführung der De-Mail nicht. So wurde ein Vertrag zur Kundenregistrierung per Ausweis in Post-Filialen gekündigt. Vorher konnten Kunden mit einem Ausweis ihre Echtheit in einer Filiale bestätigen. Daher arbeitet die Telekom künftig mit Hermes zusammen. Ferner können sich De-Mail-Neukunden in einem Telekom-Shop authentifizieren.
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