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Windows 8: Microsoft stellt Betriebssystem zum Kampfpreis vor

Steve Ballmer stellt Windows 8 vor Microsoft bringt gleichzeitig eine neue Windows-Version und das eigene erste Tablet auf den Markt. Windows 8 ist zugleich für Tablets und Desktop-PCs geeignet. Für Microsoft ist das neue Betriebssystem im Kachel-Design enorm wichtig. Um möglichst schnell viele „Windows 8“-Nutzer zu haben, bietet der Software-Hersteller es zum Start sehr günstig an.

Software-Hersteller Microsoft hat bei einem Großereignis das neue Betriebssystem Windows 8 vorgestellt (wir hatten es bereits angekündigt). Da vieles vom neuen Produkt abhängt, war einiges los bei der Veranstaltung am New Yorks Pier 57. Bei einem Misserfolg wäre klar, dass Microsoft gegen Apple, Google und Amazon nicht mithalten kann. Bei einem Erfolg würde sich Microsoft als Big-Player behaupten. Es hängt auch die Zukunft vom Microsoft-Chef Ballmer von der Entwicklung des Betriebssystems ab. Rund 21 Geräte mit Windows 8 stellte Windows-Chef Steven Sinofsky vor. Dabei waren Tablet-Computer und Desktop-PCs mit integriertem Bildschirm.

Windows 8 ist auch für Smartphones und Tablets

Neuerdings zielt es Microsoft auch auf Geräte ab, die per Touchscreen bedient werden. Die Software läuft nämlich nicht nur auf PCs mit Intel-Chip, sondern auch auf ARM-Architektur basierende. Das sind meist Smartphones und Tablets. Dadurch will Microsoft im Bereich der mobilen Geräte gegen Google und Apple wieder aufholen. Genau da hatte das Unternehmen den Einstieg verschlafen. Nutzer stürzen sich auf Smartphones und Tablets, während Computer immer weniger genutzt werden.

Microsoft Surface

Microsoft Surface (Bild: Engadget)

Laut Zahlen vom Marktforschungsunternehmen Gartner soll der PC-Markt seit 2001 mit 8 Prozent den stärksten Einbruch erlitten haben. Der Trend soll weiter gehen: Bis 2016 soll es drei Mal mehr mobile Geräte als Computer geben (1,5 Milliarden). Genau in dem Segment ist die Verbreitung von Microsoft-Produkten bisher sehr gering. Bei den PCs läuft Windows dagegen bei 90 Prozent aller Geräte. Hersteller wie ASUS und Lenovo wollen dies nutzen, um neuartige Geräte auf den Markt zu bringen. So haben diese etwa Notebooks mit Touchscreen-Displays angekündigt, die sich beim herausziehen in ein Tablet wandeln.

Neu eingeführt hat Microsoft Franziska. Sie taucht im Betriebssystem etwa in der Foto-Galerie, im E-Mail-Programm oder dem Adressbuch auf. Der Konzern hat virtuelle Persönlichkeiten geschaffen, die den Nutzer unterstützen. Je nach Land hat diese einen anderen Namen. So heißt sie in Lateinamerika Alicia Gonzales oder in Nordamerika Allison Brown.

Part 1 – Part 2Part 3Part 4

Damit alles glatt läuft, hat Microsoft erstmals auch selbst Hardware im Angebot auf denen das neue Betriebssystem läuft. Fehler von Hardware-Partnern sollen so vermieden werden. Am heutigen Freitag startet daher auch der Verkauf einer neuen Surface-Reihe. Und es sollen noch weitere Geräte folgen, wie Ballmer ankündigte.

Windows 8 ist nicht nur eine Weiterentwicklung

Windows 8 ist nicht nur eine Weiterentwicklung vom erfolgreichen Betriebssystem Windows 7. Es ist vor allem eine Runderneuerung und die größte Überarbeitung seit den 90ern. 35.000 Programmierer haben daran gearbeitet. Mehr als neun Milliarden Euro sind in den letzten Jahren hinein geflossen. Bereits seit 2009 testeten 16 Millionen Nutzer Windows 8 auf dem eigenen System. Nun soll das neue Betriebssystem breit verkauft werden.

Windows 8 Kachel-Design

Windows 8 Kachel-Design (via Microsoft-Video)

Auffälligste Neuerung am Betriebssystem sind die Kacheln, die den Nutzer bereits beim Startbildschirm begrüßen. Nutzer mit Windows Phone 7 werden sie bereits kennen. Beim Klick werden die damit verknüpften Anwendungen ausgeführt. Anders als in Apples iOS oder Android zeigen die Kacheln aber bereits vorher Informationen wie Wettervorhersagen oder eingegangene E-Mails an und aktualisieren sich fortlaufend. Einen Start-Button hat Microsoft bewusst nicht integriert. Windows 8 lässt sich per Fingertipp oder mit Maus und Tastatur bedienen. Den Verkaufsstart vom mobilen Betriebssystem Windows Phone 8 wird Ballmer am Montag bekannt geben. Laufen wird das Betriebssystem auf Smartphones von HTC, Huawei, Nokia und Samsung.

Windows 8 Startbildschirm

Windows 8 Startbildschirm (Bild: Microsoft)

Wie wichtig Windows 8 Microsoft tatsächlich ist, sieht man auch am Umfang der Marketing-Kampagne. Sie soll schätzungsweise eine Milliarde Dollar kosten. Rund 3000 Verkäufer sollen im Einzelhandel in einer Trainings-Roadshow nach Angaben von Microsoft geschult werden. „Device Days“ – das sind Tage in denen Windows 8 und die neuen Geräte präsentiert werden soll – sollen in 131 Elektronikfachgeschäften stattfinden. Käufer können sich also demnächst bei Saturn, Media Markt und Expert über die neuen Produkte vor Ort informieren. Für Ballmer ist Windows 8 sehr wichtig. In den vergangenen 13 Jahren als Vorstandschef verlor das Unternehmen knapp die Hälfte des Wertes.

Windows 8 Pro kostet zum Marktstart nur 30 Euro

Microsoft will mit Windows 8 möglichst schnell breit aufgestellt sein. Daher gibt es die Windows 8 Pro Version bis 31. Januar für 30 Euro zum Downloaden. Im Handel wird sie als DVD 60 Euro kosten. Ab Februar fallen mit 280 Euro deutlich höhere Preise an. Interessant ist auch die Möglichkeit für Käufer eines „Windows 7“-PCs. Wer seinen Computer nach Juni 2012 gekauft hat, kann für 15 Euro auf Windows 8 umsteigen. Die Aktion gilt bis Ende Februar.

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Über Roman

Roman kommt aus Hamburg und ist unser Software-Spezialist. Er beherrscht PHP und MySQL und kümmert sich daher oft um die Programmierung bei Nerdzine. Seine News drehen sich häufig um Betriebssysteme (Mac OS X, Windows) und Apps.

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