Gerüchte sind aufgetaucht, die darauf hindeuten, dass WhatsApp kostenpflichtig wird. Einige Nutzer berichten aber dennoch von Gratis-Verlängerungen. Nur iOS-Versionen sollen nicht zahlen. Außerdem haben die Entwickler mit einem Update eine bekannte Schwachstelle gestopft.
Die gute Nachricht: WhatsApp-Entwickler haben eine Sicherheitslücke gestopft. Zwei Monate lang konnten Angreifer fremde WhatsApp-Accounts übernehmen, wenn diese Seriennummer (IMEI) eines Android-Geräts oder die MAC-Adresse eines iPhones herausbekommen haben. Anhand dieser Daten hatte WhatsApp bislang das Passwort zur Serveranmeldung mit einem einfachen Algorithmus generiert. Die Handynummer ist der Benutzername und damit ebenfalls leicht herauszufinden.
Die Lücke ist ernst zu nehmen, denn bereits kurz nach Veröffentlichung gab es ein PHP-Script mit dem fremde Accounts übernommen werden konnten. Später schuf ein deutscher Entwickler sogar einen Webclient mit dem kinderleicht Accounts übernommen werden konnten. Lediglich IMEI bzw. MAC-Adresse und Handynummer mussten eingegeben werden. Kritisch ist diese Sicherheitslücke auch, weil WhatsApp schon lange für viele Nutzer ein Ersatz für SMS ist. Im Play Store steht die App unter “Top kostenlos” auf Platz eins. Im Google-Store zeigt der Zähler bereits Downloads im dreistelligen Millionenbereich. Im Apple App Store wurde der Messenger-Client ebenfalls etliche Male kostenpflichtig erworben.
WhatsApp-Nutzer werden zur Kasse gebeten
Nun die schlechte Nachricht: mit dem Update auf die neue Version werden für einige Nutzer auch Abo-Gebühren fällig. Zwar hatte WhatsApp in der Android-Version seit langem darauf hingewiesen, dass WhatsApp ab dem 2. Jahr kostenpflichtig wird, allerdings blieb der Messenger bislang kostenlos. Das Abo verlängerte sich automatisch. Nun verlangt WhatsApp von einigen Nutzern mit Android, Blackberry, Windows Phone oder Nokia eine Jahresgebühr in Höhe von 99 US-Cent ab dem 2. Nutzungsjahr, wie das Blog Mobiflip berichtet.
iOS-Nutzer müssen lediglich ein Mal einen Kaufpreis in Höhe von 89 Cent zahlen – so ist es in den WhatsApp FAQ beschrieben. Bereits jetzt schauen sich Nutzer, die nicht bereit sind eine Jahresgebühr zu zahlen, nach sicheren WhatsApp-Alternativen um.
Wie lange die eigene WhatsApp-Version kostenfrei mit Status “Free-Trial” bleibt, kann jeder Nutzer selbst rausfinden. Dafür ruft man in den WhatsApp-Einstellungen unter “Account Info” die Bezahlinformationen auf. Unter “Läuft ab” ist die kostenfreie Dauer gelistet. Spätestens dann wird die Gebühr fällig, falls der Nutzer den Messaging Dienst weiterhin nutzen will. Die Bezahlung ist über Google Wallet oder Paypal möglich. Eine offizielle Stellungnahme von WhatsApp steht bislang aus.
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